Außenminister Alain Juppé und Europaminister Jean Leonetti zum außerordentlichen EU-Gipfel (21.7.2011) [fr]

Der französische Minister für äußere und europäische Angelegenheiten Alain Juppé, und sein beigestellter Minister für europäische Angelegenheiten Jean Leonetti, begrüßen das entscheidende und ehrgeizige Abkommen, das am 21. Juli zwischen den Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten der Eurozone, sowie dem Vorsitzenden der EZB zustande gekommen ist.

Ohne Druck von Staatspräsident Sarkozy wäre es nicht zu diesem Abkommen gekommen. Indem er sich nach Berlin begab, konnte er der deutschen Kanzlerin seinen Vorschlag für eine gemeinsame Position unterbreiten, die schließlich den entscheidenden Grundstein des gestern in Brüssel geschlossenen Abkommens bildete.

Aufbauend auf diese französisch-deutsche Initiative, konnten die Chefs der Euroländer ihr Verantwortungsbewußtsein für diese komplexe und dringende Agenda unter Beweis stellen, und so die Stabilität der Währungsunion sichern, die einen wesentlichen Pfeiler der europäischen Union bildet.

Außergewöhnliche Maßnahmen wurden zur Lösung des Problems beschlossen, mit dem sich Griechenland konfrontiert sieht: einerseits wird für die Tragbarkeit der Schuldenfinanzierung gesorgt und dabei das Land bei seinen Anstrengungen unterstützt, und es wird ihm zu neuerlichem Aufschwung verhelfen.

Darüber hinaus wurden wesentliche Entscheidungen getroffen, die es den Europäern ermöglichen sollen, gemeinsam besser auf die Wirtschafts- und Finanzkrise reagieren zu können. Sie sollen vor allem das Europäische Finanzaufsichtssystem stabilisieren, damit es flexibler und im vorhinein aktiv werden kann. Wie es der französische Staatspräsident wünschte, wird das den Weg zu einem echten Währungsfonds auf europäischer Ebene öffnen.

Der Minister für äußere und europäische Angelegenheiten und sein beigestellter Minister für europäische Angelegenheiten begrüßen weiters das große Engagement für die Stärkung der Eurozonensteuerung, durch die Europa leichter mit der Krise fertig werden kann, was die Konvergenz innerhalb der Wirtschafts- und Währungsunion verstärkt.

Diese Beschlüsse stellen für Europa einen Erfolg dar, der auf seine Einheit hinweist. Gegenüber der Krise gibt es nur den einen Weg, den einer noch stärkeren europäischen Integration.

Dernière modification : 17/12/2014

Seitenanfang