Bundespräsident Fischer auf offiziellen Besuch in Frankreich (13.11.13) [fr]

Der Österreichische Bundespräsident war auf offiziellen Besuch in Frankreich. Es war der erste Besuch eines österreichischen Bundespräsidenten seit 2004. Ich hatte die Ehre, an den Gesprächen teilzunehmen.

Bundespräsident Heinz Fischer verfügt über sehr gute Kenntnisse über Frankreich und dessen Staatführung. Er war von Staatspräsident François Hollande zum Mittagessen eingeladen worden. Er hat mit Premierminister Jean-Marc Ayrault, dem Senatspräsidenten Jean-Pierre Bel und dem französischen Außenminister Laurent Fabius Gespräche geführt. Unsere Staatsspitze empfing in seiner Person einen langjährigen Freund. Aber Sie empfingen auch einen Staatsmann, der allseits für sein kompetentes, freundliches und natürliches Auftreten, aber auch für seine couragierten Meinungsäußerungen im eigenen Land, wie auch international respektiert wird. Ich denke dabei unter anderem an die schöne Ansprache, die er bei den Gedenkfeiern zum Anschluss gehalten hat.

Die Kontakte waren nicht nur herzlich, sondern sorgten auch für inhaltsreiche und nützliche Gespräche. Angeschnitten wurde die Problematik des ansteigenden Populismus in Europa und in den westlichen Balkanländern, das Drama in Syrien, die Herausforderungen auf dem Afrikanischen Kontinent, aber auch unser reichhaltiger Kulturaustausch – Bundespräsident Fischer beendete seinen Besuch mit einen Abstecher in die Europäische Kulturhauptstadt Marseille. Des Weiteren wurden Themen besprochen wie das österreichische Wirtschafts- und Sozialmodell, aus dem wir in Frankreich und in Europa Lehren ziehen können: Exportkultur, Rolle des Zuliefermarkts, Weiterbildung und Lehre, bei der die schulische Ausbildung an die Lehre im Betrieb gekoppelt ist, die Sozialpartnerschaft, sowie die Arbeitslosenhilfe. Bundespräsident Fischer wurde von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner begleitet, sowie von Sozialminister Rudolf Hundstorfer, deren Erfahrungen bei den französischen Gesprächspartnern grösstes Interesse erweckten.

Die Kontakte werden weiter gepflegt werden, auf politischem Niveau natürlich, ebenso wie im Rahmen der Regionen, zwischen Wirtschaftakteuren und Sozialpartnern. Unsere beiden Länder verfügen nicht nur über ausgezeichnete Beziehungen. Sie können auch viel voneinander lernen.

Stéphane Gompertz

Dernière modification : 07/01/2014

Seitenanfang