Fields-Medaille 2014 - Ein Franzose und ein Österreicher erhielten die höchste Mathematik-Auszeichnung (13.08.2014) [fr]

Die dem Nobelpreis für Mathematik gleichkommende Fields-Medaille wurde dieses Jahr vier Wissenschaftlern verliehen, darunter den Franko-Brasilianer Artur Avila, Forschungsdirekter am CNRS, und den Österreicher Martin Hairer, sowie zum ersten Mal auch einer Frau, der iranisch-stämmigen Amerikanerin Maryam Mirzakhani.
Artur Avila ist von insgesamt 55 Preisträgern der Fields-Medaille, die seit 1936 alle vier Jahre vergeben wird, der 13. Franzose.

Der in Brasilien geborene Artur Avila ist Forschungsleiter des französischen nationalen Forschungszentrums CNRS und spezialisiert auf das Dynamische System (Systemtheorie). Er hat seine berufliche Ausbildung in Brasilien begonnen und konnte diese Dank des Franko-Brasilianischen Kooperationsprogramms Unité Mixte Internationale CNRES IMPA, das 2006 In Rio de Janeiro ins Leben gerufen wurde, in Frankreich abschließen.

Zwischen Frankreich und Österreich gibt es eine ähnliche Kooperation im Wissenschaftsbereich, unter der Bezeichnung „Institut CNRS – Pauli“

- Mehr dazu:
www.cnrs.fr
www.wpi.ac.at/
www.ambafrance-at.org

Staatspräsident François Hollande hat Artur Avila zu seiner Auszeichnung beglückwünscht und dabei „die Vorreiterrolle Frankreichs in der internationalen Welt der Mathematik“ hervorgehoben.
Mit seinen 13 Preisträgern von insgesamt 55, hat Frankreich, gemeinsam mit den USA (wenn man Alexander Grothendieck dazuzählt, der zwar staatenlos ist aber in Frankreich ausgebildet und tätig war) die meisten Fields-Medaillen heimgeholt. Es ist bereits das 6. Mal hintereinander, dass die französischen Mathematiker mit diesem Preis ausgezeichnet werden.
Der Erfolg der Disziplin erklärt sich durch das elitefördernde Ausbildungssystem, die frühzeitigen und guten Karrierechancen, die Frankreich bietet, die wettbewerbstaugliche Besoldung der Stellen und die zufriedenstellenden Arbeitsbedingungen.

Liste der französischen Preisträger:

  • 1950 – Laurent Schwartz
  • 1954 – Jean-Pierre Serre
  • 1958 – René Thom
  • 1966 – Alexandre Grothendick (hat den Preis nicht angenommen)
  • 1982 – Alain Connes
  • 1994 Pierre-Louis Lions et Jean-Chirstophe Yoccoz
  • 1998 – Maxime Kontsevitch (Französisch-Russisch)
  • 2002 –Laurent Lafforgue
  • 2006 – Wendelin Werner
  • 2010 – Cédric Villani und Ngô Bào Chu (Französisch-Vietnamesisch)
  • 2014 – Artur Avila

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Dernière modification : 14/08/2014

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