Frankreich verabschiedet Wegwerfverbot für Lebensmittel in Supermärkten (21.05.15) [fr]

Im Rahmen der parlamentarischen Beratungen des Gesetzes zum Energiewandel hat die französische Nationalversammlung am 21. Mai einstimmig eine Regelung verabschiedet, die das Wegwerfen und Vernichten von Lebensmitteln insbesondere in den großen Supermärkten verbietet. Das Verbot gilt für alle Lebensmittelmärkte mit mehr als 400 qm Verkaufsfläche. Diese sind gehalten, in Zukunft eine Vereinbarung mit karitativen Organisationen zur Überlassung dieser Lebensmittel zu unterzeichnen bzw. diese zu kompostieren, als Tierfutter zu verwenden oder für die Energiegewinnung zu nutzen.

Im Rahmen der parlamentarischen Beratungen des Gesetzes zum Energiewandel hat die französische Nationalversammlung am 21. Mai einstimmig eine Regelung verabschiedet, die das Wegwerfen und Vernichten von Lebensmitteln insbesondere in den großen Supermärkten verbietet. Das Verbot gilt für alle Lebensmittelmärkte mit mehr als 400 qm Verkaufsfläche. Diese sind gehalten, in Zukunft eine Vereinbarung mit karitativen Organisationen zur Überlassung dieser Lebensmittel zu unterzeichnen bzw. diese zu kompostieren, als Tierfutter zu verwenden oder für die Energiegewinnung zu nutzen.

Die vom ehemaligen Landwirtschaftsminister Guillaume Garot eingebrachte Initiative will die Öffentlichkeit sensibilisieren und die Unternehmen beim Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung in die gesellschaftliche Verantwortung einbeziehen. Damit sollen vor dem Hintergrund, dass Lebensmittel kein beliebige Ware sind, auch Anreize für die Vermeidung von Verlusten und Verschwendung geschaffen werden.
Laut Aussagen der Regierung werden in Frankreich jährlich etwa 10,3 Mio. Tonnen Lebensmittel weggeschmissen (6,5 Mio. von Privathaushalten, 2,3 Mio. von Supermärkten und 1,5 Mio. in der Restauration). So werden jährlich 20 Kilogramm Lebensmittel pro Person weggeschmissen.

Mehr Infos
- alimentation.gouv.fr

Dernière modification : 27/05/2015

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