Französische Entwicklungspolitik fördert die Gleichstellung von Mann und Frau: Die „Gender- und Entwicklungsstrategie“ 2013-2017 [fr]

Im Juli 2013 hat die französische Regierung in enger Absprache mit der französischen Entwicklungsagentur AFD, die „Gender- und Entwicklungsstrategie 2013-2017“ verabschiedet.

Ein „Kompass der Gleichstellung zwischen Mann und Frau“, der die Ziele der französischen Regierung bis 2017 festlegt: Sensibilisierung und Weiterbildung der Akteure und Akteurinnen, Unterstützung in der Forschung, Förderung des Dialogs mit der Zivilgesellschaft, sowie die Qualitätssicherung öffentlicher Zuwendungen im Bereich der Entwicklung.

Die Genderfrage, ein Querschnittsthema der Auswärtigen Agenda der Republik Frankreich, muss in der französischen Entwicklungshilfepolitik einen prioritären Platz einnehmen. Denn nur eine genderorientierte Entwicklungshilfe wirkt nachhaltig und effizient!

Tatsächlich ist die Ungleichheit, vor allem die ungleiche Aufteilung von Ressourcen, Verantwortung und Macht zwischen Männern und Frauen, eine der Komponenten struktureller Armut. Trotz vieler Abkommen bleibt die Armut der Welt weiblich: 2015 stellten Frauen noch immer 70% der von Armut betroffenen Menschen in der Welt. 33 Millionen Mädchen besuchten 2015 nicht die Schule (obwohl der Anteil bereits um über 50% gesunken ist). Frauen sind die ersten Opfer bei Mangelwirtschaft. In den Entwicklungsländern sind in der Landwirtschaft 43% der arbeitenden Bevölkerung Frauen, aber nur 10% bis 20% besitzen Agrarland und nur 7% der Frauen kommen in den Genuss von Landwirtschaftsförderungen.

Ein Ansatzpunkt im Kampf gegen die Armut in der Welt ist daher die Förderung der wirtschaftlichen, juristischen und gesellschaftlichen Autonomie der Frauen.

Es gilt zu Systematisieren (statistische Erhebungen, …), die Geschlechtergleichstellung zu fördern (Frauen in Ihrer jeweiligen Aktivität, wie z.B. im Kulturbereich besonders die Künstlerinnen, Schriftstellerinnen, Journalistinnen, …), sowie eine genderorientierte Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung von Bevölkerung, Politik und Verwaltung zu gewährleisten; schlussendlich müssen die neuen Aspekte in die Ausbildungs- und Weiterbildungsprogramme aller Akteure einfließen.

Der Weltzukunftsvertrag

Der Aspekt der Gleichberechtigung der Geschlechter wird in die bilaterale, europäische und multilaterale politische Arbeit Frankreichs einbezogen und ist eines der 17 Ziele, die sich die Weltgemeinschaft im Rahmen der im September 2015 beim UNO-Gipfel in New York verabschiedeten „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ gestellt hat.

Mehr

- Herunterladen "Stratégie 2013-2017":
- HCE (Hoher Rat für Geschlechtergleichstellung)
- ADF (Agence de Française de Développement)
- Frankreich ist Partner des GENDERNET
- Agenda 2030

Dernière modification : 01/09/2016

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