Französischer Außenminister zum Chemiewaffeneinsatz in Syrien (21.08.2013) [fr]

JPEG Frankreich verurteilt die mörderischen Attacken vom 21. August 2013 in der Gegend von Damaskus mit bisher über 100 Toten, die dem syrischen Regime zugeschrieben werden. Die Verantwortlichen für diese nicht zu tolerierenden Verbrechen müssen zur Rechenschaft gezogen werden.

Frankreich ruft dazu auf, die Behauptungen über einen Chemiewaffeneinsatz bei diesen Angriffen vollständig aufzuklären.

Erklärung von Außenminister Laurent Fabius im Anschluss an den Rat „Auswärtige Angelegenheiten“ (21. August 2013)

Wenn sich bestätigt, dass in Syrien chemische Waffen eingesetzt wurden, wie wird Frankreich, wie Europa darauf reagieren?

Darauf wird nicht nur Frankreich reagieren, hoffe ich, sondern ganz Europa und die Völkergemeinschaft. Sie wissen, dass chemische Waffen geächtet sind, es gibt nur ein paar Länder in der Welt, die diese Konvention nicht unterzeichnet haben, darunter Baschar El Assad und Nordkorea (…). Wir wissen, dass das Regime Chemiewaffen besitzt, deshalb ist auch eine schnelle UNO-Untersuchung notwendig. Wenn es sich als wahr herausstellt, dann werden nicht nur eine sehr harte internationale Verurteilung und gewiss auch präzise Reaktionen folgen. Das sind Dinge, die wir schon lange im Blick haben, nicht alleine, sondern gemeinsam mit den Briten, den Amerikanern, den Russen und anderen. Man kann nicht hinnehmen, dass es Anschläge mit solch extrem gefährlichen Waffen gibt; ich erinnere daran, dass es sich um Senfgas und Sarin handelt (…). Das letzte Mal wurde diese Art Giftgas im Irak-Konflikt von Saddam Hussein eingesetzt.

Erklärung von Außenminister Laurent Fabius zu Syrien (21. August 2013)

Ich habe heute mit dem Präsidenten der Syrischen Nationalen Koalition, Ahmad al Dscharba, gesprochen. Er hat mir von dem schrecklichen Massaker berichtet, das heute vom syrischen Regime in der Umgebung von Damaskus verübt worden ist und bei dem es nach Informationen von Herrn al Dscharba mehr als 1200 Todesopfer gegeben hat. Mit den von der Koalition zusammengetragenen Informationen erhärtet sich der Verdacht, dass Chemiewaffen eingesetzt wurden. Wenn sich der Verdacht bestätigt, dann ist dies äußerst schwerwiegend.

Ich habe ihm gesagt, dass wir den Sicherheitsrat angerufen haben; er soll einen sofortigen Zugang für die Mission von Dr. Ake Sellström, die sich derzeit in Damaskus aufhält, fordern, damit sie den Tatsachen auf den Grund gehen kann. Die humanitären Organisationen müssen den Opfern vor Ort im Übrigen unverzüglich Hilfe leisten können.

Ich habe Präsident Ahmad al Dscharba angesichts dieses unglaublichen Leids meine Anteilnahme und das Mitgefühl Frankreichs mit dem syrischen Volk übermittelt.

Dernière modification : 17/12/2014

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