Französischer Filmschaffender Alain Resnais verstorben (01.03.14) [fr]

Der Regisseur von Filmen wie „Nacht und Nebel“ oder „Letztes Jahr in Marienbad“, dessen letzter Film „Life of Riley“ Ende März auf die französische Leinwände kommen soll, ist letzten Samstag in Paris im Alter von 91 Jahren verstorben.

Alain Resnais, dessen Filmdebut in die Epoche „Nouvelle vague“ fiel, wurde gemeinsam mit Agnès Varda oder etwa Chris Marker in den 60ern des vorigen Jahrhunderts als Meister des „Nouveau cinéma“ gefeiert. Er verstand es, seine Filmkunst weiterzuentwickeln und mit einer ebenso eklektischen wie kreativen Filmographie, die mit zahlreichen Preisen gekrönt wurde, alle Filmepochen zu durchleben.

Der Filmregisseur begann seine filmische Karriere Ende der 40er Jahre mit Kurzfilmen wie „Nacht und Nebel“, ein von der Kritik sehr begrüßter Dokumentarfilm über die Konzentrationslager der Nazis, oder „Van Gogh“, der 1950 den Oscar erhielt. 1959 drehte er „Hiroshima mon amour“, gefolgt von „Letztes Jahr in Marienbad“ im Jahr 1961.

Seine letzten Filme, die von seiner „Lieblingsbande“, nämlich von Darstellern wie Pierre Arditi, Sabine Azéma, André Dussolier schauspielerisch (oder manchmal gesanglich) umgesetzt wurden, gehen in die Richtung des Genres komisch-tragische Gesellschaftskritik.

Das Wiener Filmmuseum hat ihm mehrere Retrospektiven gewidmet.

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- Interview des französischen Radiosenders France Culture, vom Oktober 2012

Dernière modification : 04/03/2014

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