In Gedenken an André Lewin, ehem. Botschafter der Republik Frankreich in Österreich (24.10.2012) [fr]

JPEGAndré Lewin ist am 18. Oktober in Paris, nach langem Kampf gegen seine Krebserkrankung, in Würde sanft entschlafen.

Er war nicht nur ein grosser Diplomat. Er war auch Sprecher des UNO-Generalsekretärs, als französischer Botschafter in Guinea ist es ihm gelungen, den Dialog mit diesem Land wieder herzustellen, er war zuständiger Leiter für UNO-Angelegenheiten und die Internationalen Organisationen, er fungierte als Generalkommissär der Jahre der französisch-brasilianischen Freundschaft „France – Brésil“, und bekleidete das Amt des Botschafters in Österreich, Indien und Senegal. Er war kulturbeflissen und auch schriftstellerisch sehr rege. Zahlreiche Werke stammen aus seiner Feder, darunter vor allem über Ahmed Sékou Touré, sowie über die UNO und Indien. Sein Buch über die Französische Botschaft in Wien („De l’Ambassade de France à Vienne et de quelques uns des ambassadeurs“, erschienen 1995 im Verlag Heulicke, Wien) gilt noch heute als Referenz. André Lewin war zudem ein begnadeter Violinist. Er spielte nicht nur das Solostück aus dem Violinkonzert von Brahms, auch bei Heurigenabenden mit musikalischer Begleitung in Wien nahm er gerne spontan das Instrument selbst in die Hand! Vor seinem Abschied von Wien bescherten ihm seine Mitarbeiter, die ihn sehr geschätzt hatten, ein Streichkonzert in der Rotunde der Botschaft.

Der Sitzungssaal der Französischen Botschaft in Wien wird nunmehr seinen Namen tragen.

Dernière modification : 17/12/2014

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