Prostitutionsgesetz 2016: Frankreichs Engagement gegen den Menschenhandel (28.09.16) [fr]

Botschafter Pascal Teixeira da Silva präsentierte den österreichischen Medien am Dienstag 27.9.2016, im Beisein von Frau Mag. Daphne Springhorn, Referentin für Handel, Presse und Kultur an der Schwedischen Botschaft, das aktuelle französische Prostitutionsgesetz, das zum verstärkten Kampf gegen den Menschhandel 2016 vom Parlament verabschiedet wurde.

Die 6 Schlüsselbegriffe zum französischen Prostitutionsgesetz

1 - Aufhebung des Kundenfang-Delikts: prostituierte Menschen sind vom Gesetz her nicht mehr Straftäter sondern Opfer

2 - Freier werden zur Verantwortung gezogen: sie werden mit einer Strafe von 1.500,- € belangt. Die Mittel für die Aushebung von Zuhälterringen werden erhöht.

3 - Schutz- und Begleitungsmaßnahmen: ein Ausstiegsprogramm, das durch einen eigens eingerichteten Fonds finanziert wird, soll den Weg aus der Prostitution ermöglichen.

4 - Präventiv handeln und Sensibilisieren: der Kampf gegen die Vermarktung des menschlichen Körpers wird in Schulen und in der Gesellschaft thematisiert

5 - Aufenthaltsrecht für 6 Monate und Arbeitsbewilligung: für ausländische Prostituierte, die das Ausstiegsprogramm annehmen

6 - Einrichtung einer neuen Instanz in jedem französischen Department: für die Koordinierung der Hilfestellung für die Opfer von Prostitution

Dernière modification : 30/09/2016

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